Fußball: Bezirksliga Ost

Warum der TSV Trappstadt auch in Münnerstadt nichts zu verlieren hat

Nach dem 0:0 gegen den FC 06 Bad Kissingen (rechts Christian Heilmann) hofft der TSV Trappstadt (links Paul Seiler) in Münnerstadt auf das erste Tor in der Bezirksliga. Foto: Rudi Dümpert

Allseits zufriedene Gesichter gab es nach dem ersten Bezirksligaspiel in der Vereinsgeschichte beim TSV Trappstadt. Ob dieses 0:0 eher einem Punktgewinn oder zwei liegen gelassenen Punkten gleich kommt, wird sich erst im weiteren Verlauf der Saison heraus kristallisieren. Immerhin haben zwei Vereine jenen FC Bad Kissingen als Meister-Tipp genannt, der TSV Ettleben und der kommende Gegner TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr, Sportzentrum). "Defensiv, da war ich auf jeden Fall zufrieden. Wir haben ja keine Chance zugelassen", differenziert TSV-Trainer Martin Beck. "In der Offensive gibt es noch einiges besser zu machen. Aber Bad Kissingen ist ja auch eine Hausnummer in dieser Liga."

Auch der TSV Münnerstadt setzt auf die Jugend

Die Münnerstädter, die seit Juni 2019 von Goran Mikolaj trainiert werden, müssen in dieser Saison auf einige erfahrene Haudegen verzichten. Ahmet Coprak, Michael Knysak und Hans-Christian Schmitt haben ihre Laufbahn beendet. Wie in Trappstadt setzten sie auch beim TSV Münnerstadt auf die Jugend, fünf junge Spieler rückten aus der eigenen U19 nach. Vom TSV Großbardorf II erhielt man Diego Rosero zurück und durfte sich über den wohl spektakulärsten Wechsel der Liga freuen: den Bayernliga-erfahrene Torjäger Simon Snaschel. Er stellt sich in der Doppelfunktion als spielender Co-Trainer in den Dienst der Mannschaft. Zum Auftakt blieben die Münnerstädter allerdings glücklos und verloren beim TSV Bergrheinfeld mit 0:2.

"Simon Snaschel, das ist schon eine riesen Nummer für die Bezirksliga. Ein Spieler, der den Unterschied macht und Spiele entscheiden kann", räumt Martin Beck ein. "Es geht aber nicht nur gegen den TSV Snaschel. Mit Lucas Fleischmann neben dran ist das ein herausragendes Sturmduo. Sie sind durchgehend stark besetzt. Deshalb wundert mich dieses Ergebnis von Bergrheinfeld ein bisschen."

Martin Beck schwärmt von Münnerstadt

Martin Becks Kenntnisse des Gegners stammen nicht vom Hörensagen, sondern sind fundiert durch Eigenbeobachtung: "Wir kennen sie gut, haben jedes Jahr mal gegen sie getestet. Und ich habe sie auch vor kurzem im Test gegen Großbardorf II gesehen, einige meiner Spieler auch." Da haben man schon gesehen, "dass im Vergleich zu uns noch etwas Luft nach oben ist. Das ist schon ein enormes Tempo und hohe Ballsicherheit. Es gilt aber wie immer für uns in dieser Saison, wir haben nichts zu verlieren."