TISCHTENNIS: REGIONALLIGA SÜD, MÄNNER

Genickschlag kurz vor dem Saisonstart

Max Keller hatte es nicht weit vom Tischtennis-Internat des BTTV in München zu den Spielen in Taufkirchen und gegen Baye... Foto: Rudi Dümpert

Tischtennis

Regionalliga Süd, Männer

SpVgg Thalkirchen – TSV Bad Königshofen II 8:4
FC Bayern München II – TSV Bad Königshofen II 6:6
TTC SR Hohenstein-Ernstthal II – TSV Zella-Mehlis 11:1

1. (1.) Hohenstein-Ernstthal II 1 1 0 0 11 : 1 2 : 0
2. (1.) SpVgg Thalkirchen 1 1 0 0 8 : 4 2 : 0
3. (1.) FC Bayern München II 1 0 1 0 6 : 6 1 : 1
4. (1.) TSV Bad Königshofen II 2 0 1 1 10 : 14 1 : 3
5. (1.) DJK Biederitz 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) DJK SpVgg Effeltrich 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) SV Aufbau Altenburg 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) TSV Gräfelfing 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) TSV Windsbach 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) TV Etwashausen 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
5. (1.) TV Hilpoltstein II 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0
12. (1.) TSV Zella-Mehlis 1 0 0 1 1 : 11 0 : 2

SpVgg Thalkirchen – TSV Bad Königshofen II 8:4 (24:20 Sätze). Der Genickschlag für den Aufsteiger kurz vor Saisonbeginn saß: Der designierte Leitwolf und Spitzenspieler der Mannschaft, Richard Vyborny, musste wegen einer Sprunggelenksverletzung absagen. Fünf Spieler des Sextetts mussten eine Position vorrücken. Wataru Uemura konnte kurzfristig einspringen. Wie stark diese Liga ist, zeigt sich auch daran: Er konnte, zudem an Position 6, keines seiner vier Spiele gewinnen.

Was wiederum belegt, dass die anderen fünf ihre Liga-Tauglichkeit erstmals nachgewiesen haben und die Mannschaft erst recht, wenn „Vybo“ wieder fit ist. Andy Alberts Einschätzung: „Mit ihm hätten wir beide Spiele gewonnen, zumindest keines verloren.“

Doch mit dem Konjunktiv der Vergangenheit mochten sie alle nicht lange hadern. Die Zuversicht überwog, die Stimmung und der Zusammenhalt priesen sie als hervorragend. Am Samstagabend gingen die Bad Königshöfer nach vier Stunden als unglücklicher Verlierer gegen den Vierten der Vorsaison aus der Thalkirchener Halle. Alle drei Fünf-Satz-Matches von Christoph Schüller, Max Keller und Wataru Uemura gingen ganz knapp an den Gegner. Statt sich selber nach Marcin Miscewskis 3:0 gegen Daniel Weber mit 2:0 etwas abzusetzen, musste man ständig einem Rückstand hinterherlaufen.

Akito Itagaki mit zwei 3:0-Siegen und Neuzugang Johannes Stumpf mit seinem ersten Sieg im TSV-Trikot hielten lange den Anschluss. Der Schwabacher musste allerdings im zweiten Einzel mit zwei unglücklichen Satzverlusten (12:14 und 10:12) abreißen lassen. Doppel werden diese Saison nicht gespielt.

Punkte für Bad Königshofen II: Miszewski 1, Itagaki 2, Stumpf 1.

FC Bayern München II – TSV Bad Königshofen II 6:6 (24:25). Am Sonntagmittag ab 12 Uhr kämpften die TSV'ler vier Stunden und 20 Minuten lang unverdrossen und erzielten für diese hervorragende Vorstellung gegen den Mitaufsteiger FC Bayern München II den ersten Regionalliga-Punkt. Diesmal gelang es Christoph Schüller, der bei seinen zwei Siegen groß aufspielte, die Auftaktniederlage von Miscewski gegen Nico Longhino mit einem 3:0 gegen Petros Sampakidis zu egalisieren. Die Jungspunde Akito Itagaki (3:1 gegen Deng) und Max Keller (3:1 gegen Salzburger mit seinem ersten Sieg in der Regionalliga) bescherten ihrem Team einen 3:1-Vorsprung. Nach Uemuras Niederlage gegen Deutsch bauten Johannes Stumpf, Christoph Schüller und Marcin Miscewski die Gästeführung auf 6:2 aus.

Etwas unerwartet kam dann Itagakis 1:3-Niederlage gegen Salzburger. Max Keller musste sich gegen Deng in fünf Sätzen beugen. Johannes Stumpf war „nicht unzufrieden mit meinem Einstand mit je einem Sieg in den beiden Spielen.“ Gegen Kevin Qu holte er „etwas glücklich“ den vierten Satz mit 17:15 zur 4:2-Führung. In den Verlängerungen des dritten und vierten Satzes (10:12, 14:16) siegte Erfahrung gegen Jugend. Jetzt war die Führung auf 6:5 zusammen geschmolzen.

Der Ex-Hilpoltsteiner Johannes Stumpf (18) war insgesamt aber glücklich, „über meinen Einstand und dass ich in so einer tollen Truppe gelandet bin. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir in den Pausen zu siebt im Kreis standen, darüber redeten, wie wir die nächste Einzelrunde angehen können, geklatscht und geschrien haben. Es war eine super Teamleistung. Ganz großen Respekt vor Max Keller und Akito Itagaki. Wir kennen uns ja schon lange. Die schaffen es tatsächlich, jedes Jahr eineinhalb Klassen drauf zu packen. Eine klasse Entwicklung. Ich bin sicher, wir werden die Liga halten können.“

Richard Vyborny nahm nach dem Spiel aus Tschechien auch noch Kontakt mit dem Team auf. „Jungs, vielen Dank für euren kämpferischen Einsatz. Ein Punkt ist super, zwei wären möglich gewesen. So ein Pech, was mir passiert ist. Ich denke, in zwei Wochen kann ich euch mindestens mit einem Punkt helfen.“ Und Andy Albert: „Mein Glückwunsch an die Mannschaft. Sie hat das Beste aus der Situation gemacht. Wäre das ein Drehbuch gewesen, wenn Uemura das letzte Spiel gewonnen hätte. Ich bin aber auch so zufrieden. Für mich war wichtig gesehen zu haben, dass wir in dieser Liga bestehen können.“ (rd)

Punkte für Bad Königshofen II: Miscewski 1, Schüller 2, Itagaki 1, Keller 1, Stumpf 1.