FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Die große Chance der SG Urspringen-Sondheim/Rhön

Nachdem die SG Urspringen-Sondheim/Rhön (links Patrick Grenzer) am letzten Wochenende gegen das Spitzenteam aus Ramsthal (rechts Sascha Ott) ein respektables 3:3-Unentschieden holte, soll im Kellerduell gegen den FC Reichenbach nun ein Dreier folgen. Foto: Günter Madrenas

Fußball

Kreisliga Rhön

 

1. (1.) TSV Trappstadt 16 13 1 2 31 : 10 40  
2. (2.) TSV Großbardorf II 17 11 3 3 40 : 19 36  
3. (3.) SV Ramsthal 16 9 6 1 43 : 22 33  
4. (4.) SV Riedenberg 17 9 4 4 37 : 18 31  
5. (5.) FC Rottershausen 17 8 4 5 38 : 28 28  
6. (6.) FC Strahlungen 17 8 3 6 41 : 37 27  
7. (7.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 16 7 3 6 24 : 23 24  
8. (8.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 15 7 2 6 27 : 21 23  
9. (9.) Spfr. Herbstadt 16 6 3 7 28 : 27 21  
10. (10.) TSV Bad Königshofen 17 5 5 7 21 : 36 20  
11. (11.) TSV Steinach 17 4 5 8 30 : 33 17  
12. (12.) FC Bayern Fladungen 17 3 5 9 22 : 34 14  
13. (13.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 16 4 2 10 22 : 52 14  
14. (14.) DJK Wülfershausen 17 3 4 10 34 : 49 13  
15. (15.) FC Reichenbach 17 2 7 8 19 : 36 13  
16. (16.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 16 3 3 10 21 : 33 12  

 

Samstag, 23. November, 14 Uhr:

Urspringen-Sond./Rh. – Reichenbach (3:0) (in Urspringen)

Burgwallb./Bad Neust. – Riedenberg (1:2) (in Bad Neustadt)

Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – DJK Wülfershausen (5:2)

(in Rannungen)

Sonntag, 24. November, 14 Uhr:

TSV Großbardorf II – TSV Steinach (5:1)

FC Fladungen – Spfr. Herbstadt (1:3)

Rottershausen – Bad Königshofen (4:0)

Strahlungen – Oerlenbach/Ebenh. (2:3)

SV Ramsthal – TSV Trappstadt (0:0)

 

 

SG Urspringen-Sondheim/Rh. - FC Reichenbach

Was war das für ein Start für die SG Urspringen-Sondheim/Rhön in die Saison 2019/20, und das, nachdem man die Liga nur über die Relegation hatte halten können. Erst ein 0:0 daheim gegen den vermeintlichen Mitfavoriten FV Rannungen. Im zweiten Spiel die Relationen wieder zurecht gerückt mit der 1:6-Schlappe in Ramsthal, schließlich auch keine Laufkundschaft. Dann im dritten Spiel dieser 3:0-Auswärtssieg in Reichenbach, gegen den diesen Samstag das Rückspiel zu bestreiten ist. Eine Woche später folgte sogar noch ein 5:0-Derbysieg in Fladungen. Was war denn da los? Heute weiß man, dass man ein bisschen auch damit Glück hatte, diese Erfolge gegen Teams erzielt zu haben, die damals noch nicht richtig in die Saison gefunden hatten und man selber voll da war.

Inzwischen hat der Liga-Alltag die Urspringener und Sondheimer wieder erreicht. Sie wurden vom dritten auf den letzten Platz durchgereicht. Allerdings: Da hinten ist einiges dicht beisammen. Mit zwölf Punkten beträgt der Abstand zum ersten Platz über dem Strich gerade einmal zwei Punkte. Wer zudem daheim vor einer Woche gegen den Tabellendritten SV Ramsthal drei Mal in Führung ging und am Ende ein 3:3 erreichte, dem muss man in diesem Kellerduell gegen den Vorletzten FC Reichenbach eine leichte Favoritenrolle zuschieben. Zumal man ja auch das Hinspiel schon klar gewonnen hatte. SV Burgwallbach/Bad Neustadt – SV Riedenberg

Enttäuscht war Burgwallbachs Trainer Alexander Leicht nach der 0.1-Niederlage beim TSV Bad Königshofen am vergangenen Wochenende. „Mehr Pech als beim Entstehen des Tors, einem Irrweg-Freistoß, geht eigentlich nicht. Es war nämlich ein typisches Unentschieden-Spiel, weil keine Mannschaft eine echte herausgespielte Torchance hatte. Wir haben personell aber auch aus dem allerletzten Loch gepfiffen. Am Freitag waren es drei, die fehlen sollten, am Sonntag auf einmal acht.“ Sogar Thorsten Fleckenstein mit seinen 43 Jahren spielte 65 Minuten „und zeigte den Jungen, wie man?s macht bei so einem Platz. Riesen-Respekt vor dem, was er noch ableistet. Ich bin froh, auf so jemanden zurückgreifen zu können.“

An den kommenden Gegner hat er keine guten Erinnerungen: „Wenn ich Riedenberg höre, runzelt sich meine Stirn automatisch. Wir müssen das Hinspiel 3:0 gewinnen und verlieren es mit 1:2. Wir waren aber selber schuld, weil wir den Sack nicht zugemacht und sogar einen Elfmeter verschossen haben. Diesmal soll es besser werden. Ein Dreier würde uns wieder mal gut tun, nachdem wir jetzt zwei Mal in Folge verloren haben.“ Personell hofft Leicht auf mehr Alternativen als zuletzt. Jannis Vöth und Markus Polzer fehlen wegen einer Prüfung, Alexander Ortloff wegen Urlaub, Pascal Memmler, Pascal Diemer und Janik Weikard wegen Verletzung. Bei Benedikt Floth müsse man das Abschlusstraining abwarten. Leicht hofft speziell aus diesem letzten Heimspiel drei Punkte mitnehmen zu können, weil es sein letztes beim SV Burgwallbach/Bad Neustadt ist. Auf seinen Wunsch hin einigten sich der Verein und er auf eine Beendigung der Zusammenarbeit nach dem letzten Spiel vor der Winterpause. FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – DJK Wülfershausen

Nachdem bereits das Hinspiel gegen den FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen mit 2:5 in die Hose ging, tritt die Mannschaft der DJK Wülfershausen die Fahrt zum Rückspiel nicht unbedingt als Favorit an. Immerhin trennen diese beiden Kontrahenten vor dem Anpfiff sechs Tabellenplätze und zehn Punkte. Gegen die Mannschaft von DJK-Trainer Rudi Koob sprechen auch die Gegentore: Mit 49 sind es fast doppelt so viele wie beim Team seines Kollegen Klaus Seufert (27). Dann beginnen aber auch schon die Argumente dafür, dass man gar nicht so aussichtslos hinüber nach Rannungen fährt. Der Angriff um den Top-Torjäger Patrick Warmuth hat mit 34 Treffern bisher sieben mehr erzielt als der der Gastgeber. Koob gelang es zudem immer wieder, seinen Spielern die Lust und Laune auf Fußball zu bewahren, selbst wenn sie noch so viele Genickschläge wegzustecken hatten.

Nach 14 Spielen war man Letzter mit sieben Punkten. Nach dem 17. Spieltag sind es 13 , einen Punkt hinter dem begehrten Platz 12, dem ersten über der Keller-Oberkante. Wie die Steh-auf-Männchen erholten sie sich von der Eigentor-Niederlage gegen Trappstadt und brachten aus Steinach drei Punkte (3:1) mit, „die sehr wichtig für uns waren. Wir haben damit in der Rückrunde drei Punkte geholt, die wir in der Vorrunde haben liegen lassen. Das spricht für unsere aufsteigende Form.“ Vor dem Spiel in Rannungen sieht er „ganz andere Vorzeichen als beim Hinspiel. Sie sind nicht mehr in der Verfassung von damals, aber immer noch eine sehr starke Mannschaft. Die Platzverhältnisse werden auch eine Rolle spielen. Da entscheiden auch Kampf und Entschlossenheit. Wir sind der Außenseiter, wollen aber unseren positiven Trend fortsetzen. So naiv wie in der Anfangsviertelstunde des Hinspiels werden wir uns nicht noch einmal anstellen.“

TSV Großbardorf II – TSV Steinach

Der TSV Großbardorf II scheint der stabilste der ernst zu nehmenden Verfolger des Tabellenführers TSV Trappstadt zu sein. Ein solcher wollte nämlich auch der FC Strahlungen sein, dessen Begehren man am vergangenen Sonntag mit einem 5:1-Erfolg eine vorläufige Absage erteilte. Der Rückstand zum Platz an der Sonne beträgt damit nur noch vier Punkte. Allerdings haben die Trappstädter noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Was bedeutet, dass sich der Gastgeber keinen Ausrutscher erlauben darf, wenn die Meisterschafts- und Aufstiegshoffnungen am Leben erhalten werden sollen.

Und so ist auch diesmal ein Sieg Pflicht, wobei sich eine Mannschaft auch an solche positiven Drucksituationen gewöhnen kann. Ein Punkt pro Spiel im Durchschnitt, also 17 aus 17 Spielen und Platz elf sind nicht das, was man sich beim TSV Steinach nach einer beeindruckenden ersten Kreisliga-Saison vorgestellt hatte. Bis vor fünf Wochen sah es ja noch einigermaßen ausbaufähig aus. Dann konnte kein Spiel mehr gewonnen werden, gab es ein Unentschieden und drei Niederlagen. Der vorläufige Tiefpunkt dürfte die 1:3-Heimniederlage gegen die DJK Wülfershausen gewesen sein, die schließlich als Tabellenletzter in dieses Spiel gegangen war. FC Fladungen – Spfr. Herbstadt

Zwei Teams, die vom vergangenen Spieltag ein Unentschieden mitnahmen, treffen in dieser Partie aufeinander. Wobei das 1:1 der Mannschaft von FC-Trainer Matthias Stumpf beim Titel-Mitfavoriten und Bezirksliga-Absteiger Riedenberg in der Vorbetrachtung die schwierigere Aufgabe war als das 2:2, mit dem sich die Sportfreunde Herbstadt gegen den FC Reichenbach begnügen mussten. Für die Sportfreunde waren es vielmehr zwei verlorene Punkte, für die Fladunger ein Punkt, mit dem man nicht unbedingt rechnen durfte, der aber fürs Selbstvertrauen eine große Rolle spielen sollte.

„Das Ergebnis in Riedenberg war in Ordnung, die Leistung ganz besonders“, konnte FC-Trainer Matthias Stumpf nach dem Punktgewinn in Riedenberg ein wenig durchatmen. „Mit ein bisschen Glück wäre sogar noch mehr zu holen gewesen. Aber wir wollen?s mal nicht übertreiben.“ Schließlich hätten sich unter der Woche sechs Stammspieler aus gesundheitlichen und Verletzungs-Gründen abgemeldet. „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass außer Fischer (Beruf) alle da sind. Aber warten wir mal ab.“ Gegen Herbstadt erwartet er eine sehr schwere Aufgabe. „Die wollen punkten, wir müssen. Aber es ist ein Heimspiel, das letzte dieses Jahr, da werden wir kämpferisch alles in die Waagschale werfen. Wir müssen Punkte holen. Alles andere wäre für mich eine Enttäuschung.“ FC Rottershausen – TSV Bad Königshofen

Ein bisschen mehr Konstanz in den Leistungen und Ergebnissen, dafür ein paar weniger Überraschungen und absolut unnötige Niederlagen, und der Liga-Neuling FC Rottershausen wäre eine Top-Mannschaft, zumindest ein ernst zu nehmender Verfolger des Spitzenreiters. Was er als Tabellenfünfter im weiteren Sinn ja noch ist, im engeren aber nicht mit acht Punkten Rückstand auf den Zweiten TSV Großbardorf II, dem man vor 14 Tagen ein 1:1-Unentschieden abringen konnte. Doch dann folgte vor einer Woche wieder einmal so ein Aussetzer, verlor man im Derby beim Vorletzten SG Oerlenbach/Ebenhausen mit 0:2. Gute Erinnerungen hat das Team von Spielertrainer Alexander Schlott hingegen an das Hinspiel, als man in Bad Königshofen mit 4:0 gewann.

Damals hingen aber auch dicke Gewitterwolken über dem TSV Bad Königshofen, der danach noch Wochen brauchte, bis er sich in die Saison hinein gefunden hatte bzw. bis sich aus einem ausgedünnten Kader wieder eine Mannschaft gefunden hatte. Die sich freilich auch wöchentlich veränderte, weil Verletzungen, Urlaube und berufliche Absenzen die Bildung einer Stamm-Startelf verhinderten. Doch inzwischen ist erkennbare Stabilität in Bernd Knahns Mannschaft eingekehrt. In den letzten sechs Spielen blieb man ungeschlagen bei vier Siegen und zwei Unentschieden. Mit 20 Punkten und Platz 10 sieht die Welt schon viel freundlicher aus als noch im August und September. Bei seiner Aufstellung sind Knahn diesmal aber wieder die Hände gebunden. Der November scheint ein beliebter Urlaubsmonat für seine TSV?ler zu sein. Torhüter Andy Hofmann, Franz Schmitt und Andreas Deuerling fehlen aus diesem Grund. Im Tor wird Hofmann von Philipp Schleelein vom Partnerverein DJK Kleinbardorf (B-Klasse) vertreten. Ferdinand Heusinger ist verletzt und Patrick Kuhn beruflich verhindert. Zurück in den Kader kommt Jonas Bär.

FC Strahlungen – SG Oerlenbach/Ebenhausen

Eine ärgerliche 2:3-Niederlage musste der FC Strahlungen im Hinspiel beim Aufsteiger Oerlenbach/Ebenhausen hinnehmen, die in der Nachbetrachtung mit dem weiteren Saisonverlauf und der unterschiedlichen Qualität beider Kader noch ärgerlicher wurde. Die Mannschaft von Spielertrainer Thorsten Büttner ist nämlich kaum einmal von den Abstiegsplätzen weggekommen. In der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Christoph Kriener den 2:2-Ausgleich, in der 90. + 14 verlor man das Spiel doch noch durch einen Foulelfmeter, davor schon die zwei Spieler Tobias Schneider und Markus Neder mit Rot und Gelb-Rot. Es kam wirklich alles zusammen, schlimmer ging?s nimmer.

Diese drei versemmelten Punkte mehr, und der FC wäre dran an der interessanteren Zone als es diese ist: Spätestens hier nämlich, mit 27 Punkten neun hinter dem Tabellenzweiten und 13 vor der Abstiegszone, beginnt das Mittelfeld. Dass sich die Gäste noch lange nicht geschlagen geben und mit 14 Punkten auf dem oberen Relegationsplatz 13 noch alles selber in der Hand haben, unterstrichen sie mit ihrem nicht unbedingt erwarteten 2:0-Sieg im Derby gegen Rottershausen, zudem gelang zwei Woche zuvor in Fladungen ein 3:2-Erfolg. Diesen Gegner kann man nicht nieder spielen, den muss man auch nieder kämpfen.

SV Ramsthal – TSV Trappstadt

Der Tabellenführer TSV Trappstadt konnte sich am vergangenen Wochenende genüsslich zurück lehnen und den Mitkonkurrenten um den Meisterschaft über die Schulter schauen. Ramsthal und Riedenberg ließen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte je zwei Punkte liegen. Nur Großbardorf II hielt sich mit dem 5:1-Sieg gegen Strahlungen schadlos und rückte als erster Verfolger ein Stück näher. „Wir freuen uns vor diesem Spiel in Ramsthal sehr, dass wir zwei Spieltage vor der Winterpause noch immer Spitzenreiter sind“, beschreibt TSV-Trainer Martin Beck seine sportlich-emotionale Verfassung. „Natürlich genießen wir diese Situation. Wir sind uns aber auch bewusst, dass eventuell auch mal andere Zeiten mit anderen Ergebnissen kommen können.“ Diese Worte könnten von Aubstadts Josef Francic stammen, bei dem Beck eine Saison lang praktizierte.

„Ramsthal gehört zu den spielstärksten Mannschaften der Liga“, gibt er seine Einschätzung zum Gegner kund. „Beim 0:0 im Hinspiel konnten wir uns davon ein Bild machen, welch enorme Ballsicherheit sie haben. Und natürlich haben sie auch einige Spieler mit viel Erfahrung. Trotz alledem werden wir versuchen, ihnen die Punkte nicht kampflos zu überlassen.“ Dass die Mannschaft von SV-Trainer Tim Herterich nicht unverwundbar ist, zeigte sie in ihren letzten drei Spielen, die jeweils unentschieden endeten. Vielleicht gibt es gegen Trappstadt ja das vierte in Folge.