Sondheim

Mit Masken helfen: 1000 Euro für die Kinderstation Seestern

Mit dem Verkauf von selbstgenähten Corona-Masken hat Dagmar Steinschauer aus Sondheim/Grabfeld 1000 Euro für die Kinderstation Seestern erwirtschaftet. Im Bild bei der symbolischen Scheckübergabe: (von links) Johannes Koch, Vorsitzender des Ortsverbands Mainfranken im BDZ (Deutsc... Foto: Norbert Steinschauer

Handarbeiten erleben in Corona-Zeiten einen neuen Aufschwung. Im Zuge der angeordneten Maskenpflicht und der großen Nachfrage nach Behelfsmasken für Mund und Nase, die anfangs nicht ausreichend verfügbar waren, setzten sich immer mehr Menschen an ihre Nähmaschinen, um Abhilfe zu schaffen. Auch Dagmar Steinschauer aus Sondheim im Grabfeld kramte die alte Nähmaschine ihrer Mutter hervor und nähte zunächst für die eigene Familie, dann auch für Freunde, Bekannte und Kolleginnen.

Die Nachfrage stieg beständig. In jeder freien Minute setzte sich die Sondheimerin an die Nähmaschine und fertigte innerhalb von zwei Wochen rund 500 Masken in vielen verschiedenen Farben und Mustern. Doch Dagmar Steinschauer wollte nicht nur nähen, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun. Und so wurde aus einer kleinen Idee eine große Sache.

Spendenaktion für kranke Kinder gestartet

Kurzerhand verband sie ihre Nähinitiative mit einer Spendenaktion. Da sich viele Freunde und Bekannte für ihre Masken begeisterten, wünschte sich die Initiatorin, dass sie dafür eine freiwillige Spende geben, die der Kinderstation Seestern der Uniklinik Würzburg zugute kommen sollte. Von dem Geld wollte sie Spielzeug beschaffen, um den Kindern den Klinikaufenthalt etwas zu verschönern.

Dass solch eine Ablenkung oft dringend gebraucht wird, weiß ihre Tochter Laura Steinschauer, die dort als Kinderkrankenschwester arbeitet. 420 Euro kamen im Bekanntenkreis zusammen. Dagmar Steinschauers älteste Tochter Denise strengte sich an, den Betrag noch zu vergrößern. Sie arbeitet beim Hauptzollamt in Schweinfurt und fragte im Kollegenkreis nach, ob alle mit Mund-Nasen-Schutz versorgt sind. Als Vorstandsmitglied im BDZ (Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft), Ortsverband Mainfranken, konnte sie auch ihre Gewerkschaftskollegen spontan von der Aktion für die Kinderstation begeistern. Innerhalb von wenigen Tagen gingen reichlich Bestellungen ein. Schnell füllten 480 Euro die Spendenbüchse, wobei die Vorstandschaft des Gewerkschafts-Ortsverbands die Summe noch um 100 Euro aufstockte. 

1000 Euro für neue Spielsachen 

Insgesamt kamen so 1000 Euro für die Kinderstation Seestern zusammen. Die Spenden wurden nun von Dagmar Steinschauer und ihren Töchtern Denise und Laura im Beisein von Johannes Koch, Vorsitzender des Ortsverbands Mainfranken im BDZ, an Professor Dr. med. Johannes Liese und Dr. med. Henner Morbach von der Kinderstation Seestern überreicht. Professor Liese bedankte sich im Namen der ganzen Station für die tolle Aktion. In dem Zusammenhang wies er zudem darauf hin, wie wichtig das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist, um die Übertragungskette von Infektionskrankheiten, nicht nur zu Zeiten von Covid 19, zu unterbrechen.

Mit dem Verkauf von selbstgenähten Corona-Masken hat Dagmar Steinschauer aus Sondheim/Grabfeld 1000 Euro für die Kinderstation Seestern erwirtschaftet. Nicht nur im Bekanntenkreis, auch im Hauptzollamt Schweinfurt waren die Masken begehrt. Im Bild bei der symbolischen Scheckübergabe (von links) Oberarzt Dr. Henner Morbach, Sekretärin Frau Teske, BDZ-Vertreter Johannes Koch, Krankenschwester Laura Steinschauer, Professor Dr. Johannes Liese, Dagmar Steinschauer und Denise Steinschauer. Foto: Norbert Steinschauer