Mellrichstadt

Mellrichstadt: Luftreinigungsgeräte für die Realschule

Für die Klassenräume der Ignaz-Reder-Realschule sollen Luftfiltergeräte angeschafft werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wird es im kommenden Jahr wieder dauerhaft Präsenzunterricht in den Schulen geben? Und unter welchen Voraussetzungen könnte das möglich sein? Die Stadt Mellrichstadt will zumindest ihrerseits mit der technischen Nachrüstung von Klassenräumen dafür Sorge tragen, dass nach den Ferien wieder geregelter Unterricht stattfinden kann. Raumluftaustausch heißt das Zauberwort, dafür sollen entsprechende Filteranlagen sorgen.    

Die Kosten für ein mobiles Gerät liegen je nach Größe und Leistung zwischen 500 und 2500 Euro, informierte Bürgermeister Michael Kraus bei der Stadtratssitzung. Derzeit laufe eine Bedarfsermittlung an den Schulen, so dass die jeweils benötigten Geräte – und damit auch die Kosten – noch nicht feststehen. Der Landkreis habe bereits beschlossen, für seine Schulen, darunter auch das Martin-Pollich-Gymnasium, entsprechende Filtergeräte anzuschaffen, so Kraus. Der Freistaat Bayern fördert mobile Luftreinigungsgeräte mit 50 Prozent der Anschaffungskosten.

Die Entscheidung des Mellrichstädter Stadtrats hinsichtlich der Ausstattung der Ignaz-Reder-Realschule fiel nach eingehender Diskussion zugunsten der Anschaffung aus. Über Sinn und Nutzen dieser Filteranlagen ließe sich trefflich streiten, wurde dabei deutlich. Dennoch befürwortete das Gremium den Kauf derartiger Geräte für die Fach- und Klassenräume der Realschule, zumal dies von Lehrern und auch Eltern gewünscht werde. "Wir werden die Voraussetzungen schaffen, dass geregelter Unterricht möglich ist. Alles andere hängt dann von Inzidenzzahlen und staatlichen Vorgaben ab", machte der Stadtchef deutlich. Für die Malbach-Grundschule und die Udo-Lindenberg-Mittelschule wird der jeweilige Schulverband über die Anschaffung von Raumluftfiltergeräten entscheiden. 

Ferienwohnungscontainer als Bauantrag 

Zwei mobile Chalets, ein dazugehöriges Gartenhaus als Versorgungsgebäude und vier Stellflächen für Autos möchte ein Bauherr in der Nähe der Seestraße im Stadtteil Frickenhausen errichten. Prinzipiell könne sich die Stadtverwaltung mit der Idee von Ferienwohnungscontainern anfreunden, weniger jedoch mit dem Standort, machte der Bürgermeister deutlich. Denn das Grundstück liegt im wassersensiblen Außenbereich, hier könnte ein Präzedenzfall auch für die anderen Stadtteile geschaffen werden. Auch wenn in der Nähe bereits Wohnhäuser stehen: Die Bauabteilung zeigte sich sehr verhalten, das gemeindliche Einvernehmen zu befürworten. Die Bürgervertreter folgten bei drei Gegenstimmen der Empfehlung der Verwaltung. Nun ist das Landratsamt als Genehmigungsbehörde gefragt, eine entsprechende Rückmeldung erfolgt an die Stadt.

Keine Einwendungen hatten die Stadtvertreter beim Anbau einer Fluchttreppe an den Altbau der Ignaz-Reder-Realschule sowie bei der Errichtung einer Stützwand und eines Geräteschuppens am Hainberg. Auch beim Bau eines Wohnhauses im Neubaugebiet wurden die notwendigen Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt. Beim Bau zweier Carports auf benachbarten Grundstücken in Mühlfeld hoben die Bürgervertreter ihren Beschluss vom 20. Mai 2021 wieder auf – damals war die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht erteilt worden. Nun revidierte das Gremium die Entscheidung  und gab grünes Licht.

Arbeiten am Mühlfelder Schützenhaus

Die Mühlfelder Vereine möchte  noch diverse Sanierungsarbeiten am Schützenhaus durchführen. Zudem soll ein Lagerhaus am Parkplatz gebaut werden. Rund 17 000 Euro sind für die Maßnahmen kalkuliert. Der Stadtrat zahlt der Vereinsgemeinschaft den Zuschuss in dieser Höhe aus. Frickenhausens Ortssprecher Achim Reß fragte zu guter Letzt an, ob es möglich sei, in den Sommermonaten einen mobilen Toilettencontainer für die Besucher des Frickenhäuser Sees aufzustellen. Die Stadt will die Möglichkeiten prüfen lassen.