Strahlungen

Strahlungen: Bürgerversammlungen sind unersetzbar

Verschönert wurde Strahlungen oberhalb des Rathauses durch eine Baumaßnahme. Die Straße ist wieder frei gegeben. Foto: Johannes Hümpfner

Trotz Corona eine Bürgerversammlung abzuhalten. Für Bürgermeister Johannes Hümpfner war das selbstverständlich. "Bürgerversammlungen sind unersetzlich. Das aktuelle Geschehen im Dorf und alle wichtigen Zahlen den Dorfbewohnern persönlich mitzuteilen, ist mir sehr wichtig", sagte er. Mit dem Landratsamt habe er alle Hygienemaßnahmen abgesprochen.

Alle Anwesenden trugen während der gesamten Zeit Gesichtsmasken. Sie saßen mit entsprechendem Abstand. Die Namen und Telefonnummern wurden am Eingang registriert. Und die Günter-Burger-Halle wurde während der Versammlung gut belüftet. Groß genug ist sie sowieso. Trotz dieser schon im Vorfeld bekannten Maßnahmen fanden sich mehr als 50 Bürger ein, um die Berichterstattung des Bürgermeisters zu hören. Hümpfner zeigte sich erfreut über die zahlreiche Teilnahme.

Er begann mit den relevanten Zahlen für das Dorf. Derzeit hat Strahlungen 946 Einwohner. "Wir gehen langsam auf die Tausend zu", sagte er. An Zuzügen gab es 47, Wegzüge nur 40. Ferner stehen 15 Geburten fünf Sterbefällen gegenüber, fünf Eheschließungen waren zu verzeichnen. 61 Kinder besuchen den katholischen Kindergarten, 13 Schüler den Hort. In zwei bis drei Jahren müsse man an eine Erweiterung des Kindergartens denken, sagte Hümpfner. Man könne dann eventuell den Hort im Keller in den Kindergarten integrieren. Der Hort könne ausgelagert werden. Derzeit wird geprüft, ob der Hort im geplanten Kommunikationshof in der Mitte des Dorfes an der Engstelle unterkommen könnte.

Sanierung der Feuerwehrgerätehalle geht voran

Die Sanierung der Feuerwehrgerätehalle und des Sozialbaus geht voran. Die Kosten belaufen sich momentan auf 345 000 Euro. Zur Verfügung stehen noch 93 000 Euro, die für die Außenarbeiten, Verputz und vieles andere mehr reichen müssen. Hier dankte der Bürgermeister besonders Erich Heinrich, der viel und lang am Neubau arbeitete. Aber auch den anderen Mithelfern sagte der Bürgermeister Dank für die große Eigenleistung.

Bis Mitte Januar könne man die Günter-Burger-Halle noch mieten, sagte er weiter. Die Faschingsveranstaltung sei die letzte. Ab dann gehe nichts mehr. Die Planung läuft, 2022 geht dann die Sanierung los. 4,8 Millionen Euro wird der gesamte Umbau kosten. Eine Förderung von 80 Prozent wird in Aussicht gestellt. Des Weiteren zeigte der Bürgermeister noch einmal den Trassenverlauf von SüdLink auf. Er sprach den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses zum Café Glücksmomente mit Bed&Breakfast Zimmern an, was 611 400 Euro Gesamtkosten verursachen werde. Der gemeindliche Anteil liegt nur bei circa 100 000 Euro.

"Für dieses Geld ein Café und zwei Fremdenzimmer. Das soll erstmal einer nachmachen", erklärte Hümpfner stolz. Er finde den Umbau rundum gut gelungen. Die Erneuerung der Straße und der Gehwege oberhalb des Rathauses sehe schön aus und werte das Dorf ungemein auf, sagte der Bürgermeister anschließend. Die Abnahme der Baustelle erfolge in diesem Tagen, daraufhin komme die Freigabe der Straße.

Die Bauplätze im Baugebiet Zehnt III sind alle verkauft

Die Bauplätze im Baugebiet Zehnt III sind alle verkauft. Ein neues Gebiet sei bereits in Planung, sagte der Bürgermeister. Zehnt IV wird kommen. Danach folgte ein Bericht über die Finanzen der Gemeinde. Die Schulden seien gesenkt worden. Derzeit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde bei 706 Euro. Strahlungen habe gut gewirtschaftet, lobte der Bürgermeister sich und seine Gemeinderatskollegen. Man konnte sinnvolle Maßnahmen durch sinnvolle Förderung günstiger durchführen.

Des Weiteren sprach der Bürgermeister das kommunale Förderprogramm an. 30 000 Euro zahlt die Gemeinde für Umbauten und Neubauten innerorts. Wobei genaue Kriterien beachtet werden müssen.

Im Ausblick auf die nächsten Jahre sprach Hümpfner vom Ausbau einer eigenen Glasfaserleitung von der Autobahn bis in den Ort. Zwei Drittel der Haushalte erhielten den Anschluss. "Es wird aber teuer." Der Grünabfallplatz wird verlegt, das Kernwegenetz ausgebaut, die Waldflurbereinigung steht an und das Wohnen für Senioren am Dorfplatz wird möglich gemacht. Ein Themenfahrradweg der NES-Allianz wird durch Strahlungen führen, wusste der Bürgermeister. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass das Rücken von Holz auf öffentlicher Straße verboten ist. Es muss eine Erlaubnis eingeholt werden.

Kooperation mit der NES-Allianz

Am Ende machte der Bürgermeister auf die Kooperation mit der NES-Allianz aufmerksam und berichtete über die vielen Projekte, die gemeinsam mit den Allianzgemeinden auf den Weg gebracht wurden und noch werden. Da gibt es die Kooperation der Feuerwehren, den Waldkindergarten, das Ferienprogramm, das Regionalbudget und auch die hausärztliche Versorgung in der Gemeinde stehe auf der Agenda, sagte Hümpfner abschließend. Er dankte allen Vereinen von Strahlungen und Rheinfeldshof für die vorbildliche Arbeit, genauso wie den ehrenamtlichen Gruppen, von denen es in Strahlungen sehr viele gibt. "Ohne Euch wäre Strahlungen nicht Strahlungen".