Bad Neustadt

Protest gegen geplanten Arbeitsplatzabbau bei Valeo Siemens in Bad Neustadt

Protest vor dem Werkstor von Valeo Siemens in Bad Neustadt (von links): Natalia Floth (stellv. Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens), Jessica Reichert (Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens) und Nadine Knauff (IG Metall Schweinfurt). Foto: Bildrechte: IG Metall Schweinfurt

Um gegen den geplanten Stellenabbau zu protestieren, machten die Beschäftigten von Valeo Siemens gemeinsam mit der IG Metall bei einer außergewöhnlichen Aktion in Bad Neustadt auf sich aufmerksam, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. So brachten am Mittwoch die Mitarbeiter des Unternehmens eigene Stühle mit zur Arbeit und stellten diese, als Symbol des Arbeitsplatzabbaus, vors Werkstor.

Arbeitgeber soll Alternativvorschläge abgelehnt haben 

Bereits im Mai 2021 hatte das Unternehmen Valeo Siemens einen Abbau von 250 Stellen in Bad Neustadt angekündigt. Nach Aussage von Jessica Reichert, Betriebsratsvorsitzende von Valeo Siemens, seien in der letzten Woche vom Betriebsrat bereits mehrere Alternativen aufgezeigt worden, wie die Arbeitsplätze gesichert werden könnten. Jedoch habe der Arbeitgeber in den Verhandlungsrunden bisher jede der Alternativen abgelehnt.

 "Dass somit fast ein Drittel der Belegschaft den Arbeitsplatz verlieren könnte, obwohl der Bereich der E-Mobility gerade überall durch die Decke geht, ist für uns absolut unverständlich. Das Management hätte sich viel früher um Anschlussaufträge für den Standort kümmern müssen", erklärte Nadine Knauff, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Schweinfurt. "Es ist hochtragisch, dass die Geschäftsführung die Menschen einfach auf die Straße setzt", führte Nadine Knauff laut Pressemitteilung weiter aus.

Beschäftigte wollen weiter um jeden Arbeitsplatz kämpfen

Die Beschäftigten seien mit der Haltung der Geschäftsführung absolut nicht einverstanden. Mit ihrer Aktion wollten sie ein deutliches Zeichen setzen, dass sie eine klare Perspektive für alle Arbeitnehmenden am Standort fordern und weiter für jeden Arbeitsplatz kämpfen werden.