Strahlungen

Mitten in Strahlungen entsteht ein Haus für alle Generationen

Jetzt noch ein unansehnlicher Platz: Hier wird bald ein Mehrgenerationenhaus gebaut. Foto: Brigitte Chellouche

In der Dorfmitte von Strahlungen will die Firma Wolf-Haus ein Mehrgenerationenhaus bauen. Die leerstehende Brache, die seit längerem als Schotterparkplatz dient, würde ein neues Gesicht bekommen. Zudem soll das angrenzende alte Bäckereihaus abgerissen werden. Eine Aufwertung der Dorfmitte durch dieses Gebäude sei ganz sicher, sagte Bürgermeister Johannes Hümpfner in der Gemeinderatssitzung.

Geplant sei ein Mehrfamilienwohnhaus mit drei Etagen, so Hümpfner weiter. Im Erdgeschoss wird eine ambulant betreute Wohngemeinschaft ihren Platz finden. Acht Einzelzimmer mit Balkon, gemeinsame Bereiche wie Küche, Wohnzimmer und ein Zimmer für Übernachtungsgäste befinden sich dort. Der Pflegedienst für diese Zimmer ist frei wählbar.

Vier Wohnungen für Familien

Vier 70 Quadratmeter große Wohnungen sind im ersten Stock geplant. Diese sind barrierefrei und ebenerdig vom Parkplatz aus zu erreichen. Das Dachgeschoss rundet das Angebot als Mehrgenerationenhaus ab. Dort gibt es vier Wohnungen für Familien.

Der Bürgermeister und die Räte waren angetan vom Vorhaben. Die Wohnungen und die Einzelzimmer der ambulanten Wohngemeinschaft werden als Eigentum verkauft. Hümpfner betonte, dass zu der Antragstellung des Bauantrages in Kürze eine öffentliche Sondersitzung des Gemeinderates einberufen wird.

Solarpark zwischen Strahlungen und der A 71

Die Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Strahlungen wurde notwendig, um die Voraussetzungen für die Errichtung des 3,6 Hektar großen Solarparks zwischen Strahlungen und der A 71 zu schaffen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist abgeschlossen. Es gingen keine Stellungnahmen ein. Die Behördenbeteiligung wurde in der Sitzung behandelt. Die Einwände aufgenommen und vom Architekturbüro Röder im Plan berücksichtigt. 

Ähnlich gestaltete sich das Prozedere zur Aufstellung des Bebauungsplanes Sondergebiet "Solarpark-Hoheroth". Die Öffentlichkeit hatte keine Einwände. Die Stellungnahmen der Behörden wurden zur Kenntnis genommen und in die Planung eingearbeitet. Der Aufstellungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans wurden vom Gemeinderat gebilligt.

Günter Köth von der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Energie Münnerstadt gab Informationen zum Verfahrensstand. Man warte darauf, dass man mit dem Bau beginnen könne, im Juli sollte Baubeginn sein. Er hoffe, dass die Genehmigung bald erfolge. Für die Strahlunger Bürger sei eine Veranstaltung geplant, die über den Bau des Solarparks und die Genossenschaft Auskunft gebe.

Aus nicht öffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Hümpfner bekannt, dass für die Bauleitplanung zum neuen Baugebiet Zehnt IV ein Lärmgutachten eingeholt werden soll. Dafür würden 10 000 Euro bereitgestellt.

Bauprojekte: Vergabe von Aufträgen

Ferner wurden die Tore für das neue Feuerwehrgerätehaus für 9215 Euro bei der Firma Tritor Torsysteme bestellt. Der Bürgermeister wurde zudem ermächtigt, den Auftrag für die Abgas-Absauganlage als Direktauftrag bis zu einem Betrag von 10 000 Euro zu erteilen. Die Pflaster- und Straßenbauarbeiten für die Neugestaltung der Randbereiche an der Hauptstraße oberhalb des Rathauses wird die Firma Ullrich für 287 555 Euro durchführen. Für die neue Straßenbeleuchtung derselben Maßnahme ist das Überlandwerk Rhön zuständig. Kosten 12 000 Euro. Der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses schreitet voran. Sonnenblenden kommen von der Firma Schuhmann aus Wollbach für 7345 Euro. 

In der Mönchsbergstraße darf ein Gartenhaus errichtet werden. Dafür gab das Gremium grünes Licht. Zur Information gab Hümpfner weiter, dass der Dachstuhl auf der Feuerwehrgerätehalle in Eigenregie aufgerichtet wurde. Er dankte allen Helfern dafür. Eine Begehung der Polizei ergab eine Vollsperrung im Ort während der Baumaßnahme oberhalb des Rathauses im Sommer. Die Umleitung wird rechtzeitig bekannt gegeben.