Kreuzberg

Keine Probleme an den Hütten - Vandalismus im Schutzgebiet

Diszipliniert hielten die Besucher der Rhöner Gastronomie am Vatertag wie hier am Kreuzberg die Corona-Regeln ein. Ärger gab es hingegen im Naturschutzgebiet.  Foto: Anand Anders

Der Vatertag war für die Rhöner Hüttenwirte ein gelungener Probelauf. Die Biergärten hatten geöffnet, die Menschen nahmen die Angebote gerne an. Probleme mit Abstandsregeln und Maskenpflicht gab es keine.  Die Hüttenwirte blicken zuversichtlich auf die nächsten Wochenenden und vor allem für das lange Pfingstwochenende. "Überraschend gut gelaufen" heißt es aus dem Berggasthof Thüringer Hütte. Es konnten auch viele Gäste aus dem Hessischen begrüßt werden.  "Alle haben sich gut benommen".

Auch am Kreuzberg war die Welt in Ordnung. Geschäftsführer Christian Weghofer: "Es ist sehr gut gelaufen. Der Andrang war schon sehr groß, doch die Leute waren alle vernünftig." Kurzfristig wurde entschieden, den Parkplatz der Hotelgäste zum Biergarten zu erweitern, was bei dem Ansturm auch nötig war. Der Berggasthof Elisäus wird allerdings entgegen der ursprünglichen Planung in der nächsten Woche noch geschlossen bleiben.

Zivilisiert ging es auch am Neustädter Haus zu. "Die Leute haben Schlange gestanden, bis wieder ein Tisch frei war, waren aber alle sehr verständnisvoll", fasste Alexander Hartan den Tag zusammen.

Belastungsgrenze erreicht

Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat, sprach von einem starken Besucheraufkommen und überfüllten Parkplätzen. "Es scheint als ob verstärkt Gäste in die Rhön kamen, die bisher noch nie in der Rhön waren und von den Besonderheiten im Schutzgebiet noch nie etwas gehört haben."

Freilaufende Hunde und Picknick auf der Wiese bis hin zu Vandalismus und Sachbeschädigung war alles dabei. So seien unter anderem Wanderschilder mutwillig zerstört worden. "Ein hohes Besucheraufkommen war aufgrund des schönen Wetters zu erwarten, doch für das Schutzgebiet war die Belastungsgrenze erreicht."