Unsleben

Kein Novembermarkt in der Unslebener Dorfscheuer

Eher kritisch sehen die Gemeinderäte von Unsleben die Idee eines Waldkindergartens in Hohenroth. Bei der Sitzung skizzierte Bürgermeister Michael Gottwald das Vorhaben der NES-Allianz, konnte bei den Mandatsträgern jedoch kaum Begeisterung auslösen.

Mehrere Gemeinderäte befürchten eine Konkurrenz für die eigene Einrichtung und erwarten wegen der großen Entfernung auch kein besonderes Interesse bei den Eltern aus dem Dorf. Daher hielt sich das Verständnis, das Vorhaben mit finanziellen Mitteln zu unterstützen, auch in engen Grenzen.

Fördermittel winken für die Pfarrhaus-Sanierung

Wenn ein solches oder ähnliches Vorhaben mit einem alternativen Konzept in Betracht gezogen werde, sollte es innerhalb des Geltungsbereichs der eigenen Verwaltungsgemeinschaft umgesetzt werden. Auch Wollbach habe sich schon kritisch gegenüber dem Vorhaben geäußert, während beispielsweise Bad Neustadt das Projekt unterstützt. Bei einer Sitzung des NES-Allianz soll in absehbarer Zeit über die weitere Vorgehensweise entschieden werden.

Ein alljährliches Procedere ist die Anmeldung der Projekte für die Städtebauförderung. Danach soll im nächsten Jahr der Schwerpunkt auf der Sanierung des Alten Pfarrhauses liegen, für die ein Betrag von 700 000 Euro angegeben wird. In den darauf folgenden Jahren sollen die Mittel deutlich heruntergefahren werden.

Bald dreigeschossige Bebauung erlaubt?

Auch in diesem jahr soll es keinen Novembermarkt in der Dorfscheuer geben, teilte der Bürgermeister im weiteren Verlauf mit. Es gebe jedoch Gespräche, stattdessen einen Weihnachtsmarkt im Freien auszurichten, mit Verkaufshäuschen und Ständen.

Der Gemeinderat befasste sich ferner mit der Aufstellung eines Bebauungsplans "Grabiger Weg". Unter anderem ging es darum, auch dreigeschossige Bauweise zu erlauben. Der Bürgermeister erinnerte dabei an die immer knapper werdenden Wohnressourcen, weshalb versucht werden müsse, die Möglichkeiten zur Schaffung von Wohnraum so weit wie möglich auszuschöpfen. Das Verfahren soll zügig vorangetrieben werden, damit schon im nächsten Jahr gebaut werden kann. Ebenso soll der Bebauungsplan Eichenweg angepasst werden, damit ein Interessent ein Wohnhaus errichten kann.

Die Gemeinde will ferner das kommunale Förderprogramm aufstocken, indem die Fördersätze durch die Regierung von 60 auf 80 Prozent erhöht werden. Damit können private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent bezuschusst werden. Zugestimmt hat das Gremium der Erstattung von Elternbeiträgen für die pandemie-bedingten Ausfallzeiten im Kindergarten. Zu guter Letzt segnete der Gemeinderat noch den Bauantrag für ein Wohnhaus im Eichenweg ab.


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