Wollbach

Bald soll es an der Wollbacher Kirche wieder Parkflächen geben

Noch dient das Gelände an der Kirchstraße dem Bauunternehmen, das den Dorfplatz neu gestaltet, als Lager- und Abstellplatz. Doch, wenn die Bauarbeiten erst einmal abgeschlossen und die Bauarbeiter wieder abgerückt sind, soll der Bereich wieder als Parkfläche von den Gottesdienstb... Foto: Klaus-Dieter Hahn

War das die letzte Sitzung des Gemeinderates im Ausweichquartier „Wollbacher Halle“? Die sinkenden Inzidenzwerte machen Hoffnung, dass die Ratsmitglieder vielleicht schon im Juli wieder in ihren angestammten Sitzungssaal des Rathauses zurückkehren können. Doch egal wo, es wartet noch eine Menge Arbeit auf die Bürgervertreter: Unter anderem die Dorferneuerung mit den Straßenbaumaßnahmen im Zentrum des Ortes, der Neubau der Kinderkrippe, ein neues Feuerwehrgerätehaus und die Nahversorgung der Bevölkerung.

Zur der Zukunft des ehemaligen Vöth-Einkaufsmarktes hatte Bürgermeister Thomas Bruckmüller erfreuliche Neuigkeiten mitgebracht. Am Sitzungstag hatte nämlich ein Ortstermin mit Vertretern der Fa. Enso - ein Unternehmen, das bislang im Norden der Republik zahlreiche Dorfläden aus der Taufe gehoben hat - und der engagierten Wollbacher Initiatorengruppe um Frank „Katsche“ Greier, Markus und Dietmar Müller stattgefunden.

300 Personen müssen Anteile zeichnen

Das bestehende Logistikproblem des Unternehmens konnte dank der Kooperationszusage von Edeka-Süd gelöst werden. Enso war begeistert vom Ort, den engagierten Dorfbewohnern und auch vom ehemaligen Vöth-Laden. „Es war ein sehr offenes Gespräch auch mit der Familie Vöth. Ein Besuch mit vielen guten Aspekten.“

Es werden insgesamt 300 Personen benötigt, die Anteile zu je 100 Euro zeichnen, um den Laden auf ein solides, breites Fundament in der Bevölkerung zu stellen. Auch ein „Grüner Markt“ auf dem Dorfplatz würde positiv gesehen werden. Das gesamte Edeka-Warenangebot wäre, wenn nicht vor Ort, dann online verfügbar. Neben den regulären, etwas eingeschränkten Öffnungszeiten, wird man im Laden künftig sogar fast rund um die Uhr per Karte einkaufen können.

Bürgermeister findet die Lösung gut

Der große Vorteil für Wollbach wäre, dass eine „Wollbach Enso GmbH“ gegründet wird und die Einwohner Anteile erwerben würden. Steuern würden nicht irgendwohin, sondern in den Gemeindesäckel fließen. „Insgesamt eine geniale Lösung für unser Dorf. Es hört sich wirklich sehr gut an“, so ein sichtlich zufriedener Bürgermeister. „Nun steht noch die Einigung mit den Eigentümern des bisherigen Vöth-Ladens aus. Umbauten müssten von der Familie Vöth vorgenommen werden und sollten dann auf die Miete umgelegt werden.“

Die alternative Lösung, ein REWE-Markt im Gewerbegebiet, ist damit derzeit nicht mehr aktuell, da sich das Unternehmen trotz Ankündigung in den letzten Wochen nicht mehr gemeldet hat. In nächster Zeit soll eine umfassende Infoveranstaltung für alle Einwohner zu den Enso-Plänen und der gemeinsamen Zukunft in Wollbach stattfinden.

"Ramadama" war nur eingeschränkt möglich

Das in diesem Jahr coronabedingt eingeschränkte „Ramadama“ war dennoch ein Erfolg aus Sicht des Bürgermeisters  sowie der beiden Ratsmitglieder Konrad Werner und Matthias Gensler, die allen fleißigen Müllsammlern ein Dankeschön sagten. Zum diesjährigen Ferienprogramm gab Konrad Werner bekannt, dass die einzelnen Veranstaltungen ab 14. Juni auf der Homepage der NES-Allianz ersichtlich sind.

Aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung hat der Bayererische Gemeindetag seinen Mitgliedern empfohlen, die Straßenreinigungsverordnung zu überarbeiten, der bestehenden Rechtslage anzupassen und neu zu erlassen. Der Gemeinderat folgte dieser Anregung und beschloss die formellen Änderungen.

Grünes Licht für die Bauanträge

Grünes Licht bekamen die eingereichten Bauanträge: Der Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit drei Wohneinheiten, Garagen und Stellplatz im Neubaugebiet „Südlich der Unslebener Straße“ (Am Weissenrain), die Errichtung eines weiteren Mehrfamilienhauses mit vier Wohnungen in der Straße „Am Rhönblick“ sowie der geplante Neubau einer Lagerhalle mit Büro und Carport im Gewerbegebiet „An der Sauerwiese“. Erforderlichen Befreiungen von Festsetzungen der Bebauungspläne wurde zugestimmt.

Was wird aus der Grünfläche unterhalb des früheren Pfarrhauses? Derzeit dient sie als Lagerplatz für Baumaterial , Gerätschaften und Zubehör der in der Dorfmitte agierenden Bauarbeiter. Nach Abschluss der Dorfplatzneugestaltung soll das Gelände im vorderen Bereich zur Kirchstraße hin wieder als Parkplatz hergerichtet werden. Die Restfläche könnte, so ein Gedanke von Ratsmitglied Cornelia Müller, dem Pfarrgarten zugeordnet und ansprechend gestaltet werden.

Die Ausschreibungen für die neue Kinderkrippe werden demnächst herausgegeben, teilte das Ortsoberhaupt auf Anfrage noch mit. Mit verständnislosem Kopfschütteln reagierte der Gemeinderat auf die Nachricht, dass im Ortsbereich Abfallbehälter und Straßenschilder in letzter Zeit abmontiert und entwendet worden sind. Die Bürgervertreter bitten die Bevölkerung in diesem Zusammenhang um Hinweise und um besondere Aufmerksamkeit. Der Schönungsteich soll im Hochsommer über den Abwasserzweckverband Elstal ausgepumpt und gereinigt werden, kündigte Thomas Bruckmüller auf Nachfrage abschließend noch an.