Bad Neustadt

Bad Neustadt: Tempo 10 im aufgehübschten Einmündungsbereich der Otto-Hahn-Straße

Der neue Einmündungsbereich an der Otto-Hahn-Straße in Bad Neustadt. Hier gilt künftig Tempo-10-Regelung, wie der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen hat. Foto: Gerhard Fischer

Wenn die Arbeiten am Einmündungsbereich der Otto-Hahn-Straße in die Spörleinstraße abgeschlossen sein werden , wird dort eine Tempo-10-Regelung gelten. Das war einer von vielen schnell abgehakten Punkten aus der jüngsten Stadtratssitzung. Wobei dieses Tempolimit bereits in nichtöffentlicher Sitzung im Juli beschlossen worden war. Bürgermeister Michael Werner machte die Entscheidung nun bei der Stadtratssitzung in der Stadthalle öffentlich.

Während das Gremium im Saal tagte, lief der Betrieb in der Corona-Schnellteststrecke der Laboklin GmbH und Co. KG  im Foyer der Stadthalle munter weiter. Diese Teststrecke war auch Thema im Stadtrat. Im Juni hatte der beschlossen, dem Bad Kissinger Labor das Foyer kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Gremium sah darin insbesondere eine Unterstützung für die Innenstadtgeschäfte und die Gastronomie. Das spontane und unkomplizierte Testen in Innenstadtnähe wollte man unterstützen.

Corona-Testlabor muss künftig Miete zahlen

Seit Anfang August sind nun aber fast alle anderen Testzentren im Landkreis geschlossen. Dasjenige in der Stadthalle komme also nicht mehr nur den Innenstadtbesuchern zugute, sondern breiteren Bevölkerungskreisen, die sich auch für Urlaubszwecke dort testen ließen, wie Bürgermeister Werner erläuterte. Er hat nun zum 1. August mit Laboklin vereinbart, dass montags bis freitags 50 Euro Flächenmiete zu bezahlen seien, an den Wochenenden 100 Euro. 100 Euro ist eigentlich der tägliche Satz. Diese Vereinbarung gilt nun bis zum 10. Oktober, da ab 11. Oktober  gänzlich neue Regelungen zur Vergütung von Tests in Kraft treten werden. Bekanntlich sollen dann die Bürgerinnen und Bürger zur Kasse gebeten werden, wenn sie einen Test wollen.

Freie Fahrt für Getestete: Die Corona-Schnellteststrecke in der Stadthalle nutzt nicht nur Innenstadtbesuchern. Deswegen wurde die kostenlose Überlassung an den Betreiber Laboklin nun beendet, die Hälfte der üblichen Miete ist nun zu bezahlen. Foto: Gerhard Fischer

Der Stadtrat stimmte bei vier Gegenstimmen für diese Regelung. SPD-Fraktionssprecher Janis Heller hatte sich zuvor zu Wort gemeldet. Wie schon im Juni kritisierte er die indirekte Subventionierung des Labors, sie sei angesichts der ausreichenden Vergütung durch den Staat seiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Der Marktplatz ändert leicht sein Gesicht

Das Wohnzimmer der Stadt, der Marktplatz, wird in absehbarer Zeit wohl sein Gesicht leicht verändern. Es geht um das Anwesen Marktplatz 8 und 10 mit Geschäften wie der Parfümerie Lux oder dem Brillenfachgeschäft Voigt. Die Reisenweber Grundstücksverwaltungs GmbH und Co. KG plant hier einen Umbau. So ist im Erdgeschoss die Zusammenlegung zweier Ladeneinheiten geplant. Im ersten Obergeschoss ändert sich die Nutzung von bestehender Bürofläche zu Wohnflächen mit drei Einheiten. Im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss werden ebenfalls zwei Wohneinheiten geschaffen.

Bei der Hausnummer 8 erfolgt ein teilweiser Rückbau des zweiten Obergeschosses sowie des Dachgeschosses, wobei sich der Umbau gestalterisch an Hausnummer 10 orientiert. Damit ändert sich höhenmäßig jedoch der zwillingshafte Charakter der Häuser. Ein Aufzug ist geplant, der die Gebäude teilweise barrierefrei macht. Zum Innenhof hin sind Balkone vorgesehen. Soweit hatte der Stadtrat keine Einwendungen gegen das Projekt. Die Farbgestaltung der Fassaden hat jedoch in enger Abstimmung mit Landratsamt und Stadtbauamt zu erfolgen. Der Bauantrag wird an das Landratsamt weitergeleitet.

Doch keine Balkone für Psychosomatische Reha

Fertiggestellt ist er schon, der Neubau der Psychosomatischen Rehaklinik der Rhönklinikum AG am Kurpark . Nun lag dem Stadtrat ein Tekturantrag des Bauherren vor. Abweichend vom genehmigten Bauantrag vom März 2018 gibt es nun einige Änderungen. Der für das Dachgeschoss vorgesehene Technikraum ist nun unterirdisch errichtet worden. Auf ihm sitzt nun im Erdgeschoss der Haupteingang samt Grünbereich, Sitzbereich sowie unter anderem Behindertenstellplätzen. Entsprechend wurde eine Überdachung erweitert. Wesentliche Änderung ist, dass die vorgelagerten Balkone entgegen der Ursprungsplanung entfallen sind, dafür wurden "französische Balkone" angebracht. Die Grundkonzeption des Fassaden-Entwurfes ist aber auch in dieser Realisation vor allem farblich erhalten. Letztendlich hatte der Stadtrat gegen diese Abweichungen nichts einzuwenden.

Drei-Jahresvertrag für Kaiserpfalz-Forschung

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vor der Sommerpause wurde schließlich bekannt gegeben, dass der Vertrag über die Fortführung der Forschungsarbeiten im Pfalzgebiet Salz mit der Uni Jena vorerst auf drei Jahre befristet wird. Die Rohbauarbeiten für die neue Kindertagesstätte in Herschfeld wurden an die Firma Scheuplein Bau in Bad Neustadt vergeben, zum Angebotspreis von rund 1,2 Millionen Euro.