Großbardorf

E-Ladesäule: Von der Windkraftanlage in die Batterie

Hier gibt es 100 Prozent Ökostrom: Zur offiziellen Inbetriebnahme der Ladesäule in Großbardorf trafen sich (von links) Klaus Dahinten, Marco Seith, Reinhold Behr, Christian Böhmlehner und Bürgermeister Josef Demar. Foto: Regina Vossenkaul

Jetzt können die Großbardorfer ihren eigenen Strom tanken, und das in Sichtweite zu den Windkraftanlagen, die ihn erzeugen. Die Strommarke "RegioGrünStrom", mit der "Wust – Wind und Sonne" zusammenarbeitet, hat die E-Ladestation zu zwei Dritteln gesponsert. Wer hier seine Batterien auflädt, hat die Gewissheit, zu 100 Prozent Ökostrom zu beziehen.

Am Donnerstag wurde die Ladesäule offiziell in Betrieb genommen, mit dabei war Projektmanager Christian Böhmlehner als Vertreter der Firma Wust, Bürgermeister Josef Demar, sein Stellvertreter Klaus Dahinten sowie die Gemeinderatsmitglieder Reinhold Behr und Marco Seith. Betreiber der Windräder ist die Bürgerwindenergie Großbardorf-Sulzfeld GmbH & Co. KG. 250 Personen aus der direkten Umgebung haben sich am Windparkbau damals beteiligt und das Eigenkapital von fast fünf Millionen Euro aufgebracht. Die Windräder liefern rund 22 Millionen Kilowattstunden im Jahr und sind seit März 2016 in Betrieb.

Der Standort der Ladesäule mit zwei Anschlüssen schräg gegenüber des Sport-Leistungszentrums und der Reitsportanlage ist gut gewählt, der Bürgermeister hatte auch gleich einen passenden Werbespruch bereit: "Die Kinder werden weitergebildet, während die Eltern Energie tanken." Er bedankte sich für die Ladesäule (22 kW) und ist überzeugt davon, dass sie gern genutzt wird, wie die bereits vorhandene E-Tankstelle vor der Schule zeigt. Großbardorf habe schon immer viel für die Energiewende getan und werde das auch weiterhin tun, meinte Demar.

Bezahlen kann man den Strom, der 39 Cent pro Kilowattstunde kostet, per App oder QR-Code. Ein Kundendienst ist immer erreichbar, versicherte Böhmlehner.