Trappstadt

Die Gemeinde Trappstadt will Befragung zu neuen Solaranlagen starten

Die Arbeiten am Marktplatz sind noch nicht abgeschlossen und werden wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Foto: Michael Böckler

Alle 142 bisher noch nicht versorgten Häuser in Trappstadt und Alsleben  sollen mit Glasfaserkabeln erschlossen werden.  

Zum Thema Breitbandversorgung im Bereich des Marktes Trappstadt informierte Frank Reichert von der Stabsstelle Kreisentwicklung des Landkreises Rhön-Grabfeld in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Anzahl der noch nicht versorgten Adressen. In Alsleben sind es 109 Haushalte, in Trappstadt 33. Die Kosten für die Versorgung dieser 142 Haushalte belaufen sich auf insgesamt 715 000 Euro. Durch staatliche Förderprogramme werden 643 000 Euro abgedeckt, sodass die Gemeinde einen Eigenanteil von 71 500 Euro bleibt. Damit wären alle Häuser mit einem Glasfaserkabel versorgt. Die Kosten für den Hausanschluss müssen die Hausbewohner selbst aufbringen. Zurzeit sind es 357 Euro.  Für die weitere technische Begleitung des Verfahrens  engagierte die Gemeinde die Firma Corwese, die diese Leistung zu einem Pauschalpreis  von 4712,40 Euro anbietet.

Zum Thema Mobilfunknetz informierte Reichert darüber, dass die Fördergelder beantragt wurden und bereitstehen, aber noch nicht abgerufen werden können. Der zunächst favorisierte mit der Telekom Standort für einen Sendemasten liegt in einem Naturschutzgebiet, dann war ein Grundstück am "Hochkreuz" im Gespräch, das von "Vodafon" abgelehnt wurde. Der Vorschlag von Vadafon, mitten in Alsleben einen Mast aufzustellen, wurde von der Gemeinde abgelehnt. Jetzt geht es noch darum, Standorte östlich oder westlich von Alsleben zu finden, die aber lediglich Alsleben versorgen würden. Trappstadt könnte von einem Standort am Sportplatz in Eyershausen profitieren. 

Solaranlagen: zwei geplante Anlagen in der Gemarkung Alsleben und eine in Trappstadt

Die Firma Südwerk Burgkunstadt bietet nun auch die Errichtung einer Bürger-Solaranlage in den Gemarkungen Trappstadt und Alsleben an. Manuel Zeller (Geschäftsführer) und Projektmanager Christoph Blaufuß erklärten, dass die Planung sich auf 2,54 Prozent der vorhandenen Acker- und Wiesenflächen bei zwei Standorten in Alsleben und einen Standort in Trappstadt beziehe. Einige Grundstückseigner und Pächter hätten bereits ihr Einvernehmen erklärt.

Der Gemeinde entstünden keine Kosten, nach rund zehn Jahren seien Gewerbesteuern in fünfstelliger Höhe zu erwarten. Eine sofortige Förderung von Standortkommunen in Höhe bis zu 113 000 Euro im Jahr sei möglich. Nach einer Vertragsdauer von 20 Jahren würden die Anlagen vollständig zurückgebaut. Für die Einwohner der Marktgemeinde werden zwei verschiedene Beteiligungsmodelle angeboten. Die Marktgemeinde will eine Bürgerbefragung durchführen. 

Kamerabefahrung macht große Schäden an Leitungen deutlich

Im Zuge der Baumaßnahmen in Trappstadt wurde eine Kamerabefahrung angrenzender Kanalabschnitte durchgeführt. Dabei wurden erhebliche Schäden festgestellt. Der Schmutzwasserkanal, der Regenkanal und die parallel laufenden Wasserleitungen müssen im südlichen Bereich "Am Marktplatz" erneuert werden. Der östliche Bereich "Am Marktplatz" wird asphaltiert. Damit soll ein einheitlicher optischer Gesamteindruck im Sinne der Dorferneuerung entstehen. Die kurzfristig eingegangenen Kostenvoranschläge in Höhe von rund 130 000 Euro müssen noch geprüft und genehmigt werden.

Die Begrünung in der Torhausstraße und beim Kindergarten verursacht Kosten in Höhe von  180 600 Euro. Die zusätzlichen Begrünungen "Grüner Hain", Ecke Trafo, Erlengraben, Kapelle und "Am Mühlbach/ Am Seemännlein"werden mit 59 000 Euro veranschlagt. An der Gesamtsumme von 239 600 Euro hat sich die Gemeinde mit 45 380 Euro zu beteiligen. Bei der Jahreshauptkontrolle der Spielplätze haben die Prüfer bei den beiden Spielplätzen eine ganze Liste geringfügiger Mängel festgestellt, die von Gemeindearbeitern nach und nach abgearbeitet werden sollen.

Am Ende der Sitzung stellte Bürgermeister Michael Custodis noch den erheblichen Bevölkerungsschwund zur Diskussion, der auch durch niedrige Geburtenzahlen und viele Abwanderungen zustande kommt. Ziel sei es, die Marktgemeinde attraktiv zu gestalten und Abwanderungen zu verhindern, so Custodis, der zusammen mit dem Jugendbeauftragten Oliver Zeitz das Gespräch mit den jungen Leuten suchen will.