MELLRICHSTADT

So viele Mitarbeiter wie noch nie

Ehrung für langjährige Mitarbeitertreue bei der Reich GmbH: Seit 25 Jahren sind (ab 3. von links) Carmen Then, Stefan Helm, Birgit Krauß, Wolfgang Wawretschka, Ralf Mehling, Andreas Rüb, Christian Huber und Edgar König im Unternehmen. Dazu gratulierten (von rechts) Personalleiter... Foto: Georg Stock

Bewährt und gut: die Bausteine für Erfolg und Wachstum, auf die die Firma Reich GmbH seit Jahrzehnten setzt. Bausteine wie Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, zukunftsweisende Technologien und motivierte Mitarbeiter haben das Mellrichstädter Familienunternehmen groß gemacht. So geht 2017 als weiteres Wachstumsjahr in die Annalen ein, dies spiegelt sich sowohl in der Auftragssituation, in der Produktionsfläche als auch in den Beschäftigungszahlen wider.

Ohne Fleiß kein Preis – so hat der Erfolg allen im Unternehmen Beschäftigten viel Einsatz abverlangt. Dieses Engagement haben die beiden Geschäftsführer Nina und André Reich bei der Ehrung langjähriger Betriebsjubilare ausdrücklich gewürdigt.

Es ist guter Brauch in der Reich GmbH, die 2019 mit dem 100-jährigen Bestehen ein großes Gründungsjubiläum feiert, noch vor der hektischen Weihnachtszeit langjährige und verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ehren. Heuer waren dies fünfzehn Beschäftigte, die im Laufe des Jahres ihr 25. beziehungsweise 40. Betriebsjubiläum feiern konnten. Den Stellenwert, den die Reich-Mitarbeiter genießen, macht diese Gepflogenheit deutlich: Es waren auch die zehn Kollegen dabei, die im Laufe des Jahres in die Freistellungsphase bzw.

den Ruhestand getreten sind. Sie alle wurden von der Geschäftsführung zusammen mit ihren Partnern zu dieser gemeinsamen Feierstunde eingeladen.

Vor der Ehrung der Jubilare hatte Geschäftsführerin Nina Reich in ihrer Ansprache zunächst die aktuelle Situation der Reich GmbH im Blick, bevor sie dann – anhand einiger Schlaglichter – die künftige Entwicklung skizzierte. Auftragserhöhungen und Neuanläufe haben nach ihren Worten überwiegend das Jahr 2017 gekennzeichnet. Mehrarbeit und Wochenendarbeit standen also für viele Mitarbeiter auf der Tagesordnung. Dies sei gleichzeitig aber auch notwendig gewesen, um die Anfragen der Firmenkunden bedienen zu können. Lob und Dank der Geschäftsführung wurden von der Feierrunde mit Beifall quittiert.

Und stolz macht nicht zuletzt diese Auszeichnung, die zum wiederholten Male auch heuer im Juli dem Unternehmen, das sich als führender Hersteller von Fahrzeugteilen und Kugellagern versteht, verliehen worden war: Made in Mellrichstadt – dieses Gütesiegel in Sachen Qualität hat sich die Reich GmbH mit dem Bosch Global Supplier Award 2017 verdient.

„Auch von Unternehmensseite versuchen wir immer unseren Beitrag zu leisten“, betonte Nina Reich. So seien Optimierungen an Maschinen und Abläufen, Investitionen in neue Maschinen und die Einstellung von zusätzlichem Personal einige Maßnahmen, um das Wachstum zu stemmen. „Leider greifen manche Maßnahmen nicht unmittelbar sofort“, sagte sie. So wartet das Unternehmen beispielsweise derzeit aufgrund der guten Auftragslage bei den Maschinenherstellern zwischen sieben und neun Monaten auf die bestellten Maschinen.

Nina Reich ließ eine positive Anmerkung folgen, die die Anstrengungen von Seiten der Geschäftsführung deutlich macht. Seit Beginn des Jahres wurden 126 neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingestellt. Damit zählt ihren Angaben nach die Firma Reich in Mellrichstadt nun 972 Beschäftigte – „so viele wie noch nie.“

Auch auf dem Firmengelände hat sich einiges getan. Wie Nina Reich aufzählte, wurden umfangreiche Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Bittorf-Gelände vorgenommen, um es für die weitere Nutzung vorzubereiten. Daneben wurde Anfang Juni die Immobilie der ehemaligen Firma Weißenberger in der Lohstraße in Mellrichstadt erworben. Hier entsteht seit einigen Wochen das zukünftige Logistikzentrum, welches demnächst an den Start gehen wird. „Mit dieser bewussten Maßnahme werden wir uns durch die Realisierung moderner Logistikkonzepte für die Zukunft optimal aufstellen und gleichzeitig den Lieferverkehr in der Industriestraße, der in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, entzerren“, stellte die Geschäftsführerin heraus.

Damit nicht genug. Um der schon erwähnten hohen Auftragslage gerecht zu werden, sind laut Nina Reich weitere Veränderungen und Optimierungen im Produktionsbereich erforderlich. Das neue Logistikzentrum macht es möglich, zusätzliche Flächen für die Produktion am Standort in der Industriestraße zu generieren. Durch nun frei werdende Flächen sei das Unternehmen in der einmaligen Lage, die Fertigungsabläufe zu optimieren und neu zu gestalten.

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl einer renommierten Hochschule wurden in den vergangenen Wochen die hierzu notwendigen Konzepte erarbeitet. „Aber auch für die Ausweitung unserer Maschinenkapazität benötigten wir den Platz“, ließ die Geschäftsführerin wissen. Und fügte hinzu, dass die strategischen Entscheidungen, die es erst ermöglicht haben, gewisse Maßnahmen einzuleiten, „bewusst getroffen wurden, um unser Unternehmen für die Zukunft und für neue Aufträge zu rüsten“.

Die Dieselthematik und die Entwicklung der Elektromobilität habe die Unternehmensleitung dabei stets im Blick, „diese spielen in unseren Entscheidungen natürlich eine wichtige Rolle“. Durch das Gewinnen neuer Kunden sei die Reich GmbH bereits breiter aufgestellt. „Mit weiteren namhaften Unternehmen stehen wir in Gesprächen“, ergänzte Nina Reich und appellierte: „Freuen wir uns über die neuen Aufträge und die Mehrarbeit, auch wenn sie an der ein oder anderen Stelle eine Belastung sind.“ Zeige es doch, dass die Kunden zufrieden mit der Arbeit sind und dass sie auch für die Zukunft auf das Unternehmen Reich in Mellrichstadt setzen.

Mit ihrer Ansprache eröffnete Geschäftsführerin Nina Reich die Feierstunde im „Raum 7“. Christian Zirk sprach stellvertretend für alle Arbeitskollegen die Glückwünsche aus und bedankte sich bei den Jubilaren wie auch den künftigen Reich-Rentnern für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im offiziellen Teil wurden die Jubilare für ihre langjährige Mitarbeitertreue geehrt und die Mitarbeiter die in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechseln, verabschiedet. Nach der Ehrung ließ man in vielen Gesprächen das gemeinsam Erlebte Revue passieren.

Ehrungen im Rahmen der Jubilarfeier bei der Firma Reich

40 Jahre Betriebszugehörigkeit: Joachim Weiß (Höchheim), Anton Bach (Hendungen), Harald Schirber (Oberstreu), Uwe Stäblein (Mellrichstadt), Kurt Hannemann (Mühlfeld), Udo Frei (Mellrichstadt).

25 Jahre Betriebszugehörigkeit: Christian Huber (Meiningen), Edgar König (Rohr), Andreas Rüb (Stockheim), Birgit Krauß (Berkach), Carmen Then (Unterwalbehrungen), Stefan Helm (Heustreu), Ralf Mehling, Wolfgang Wawretschka, Marco Herold (alle Nordheim).

In die Freistellungsphase der Altersteilzeit wurden verabschiedet: Jürgen Fischer (Herschfeld), Martin Memmel (Fladungen), Reinhard Mötzing (Roth), Franz Vierheilig (Oberstreu), Paul Neugebauer (Hendungen), Joachim Kümmeth (Fladungen), Joachim Fuchs (Ostheim), Egon Mangold (Sondheim/Grabfeld), Achim Nüchter (Henneberg).

Eintritt in den Ruhestand: Martin Fritz (Mellrichstadt).

Die Jubilare der Reich GmbH erhielten neben der Anerkennungsurkunde der Industrie- und Handelskammer die Reich-Ehrennadel in Silber oder Gold, einen gravierten Bierkrug bzw. ein graviertes Weinglas sowie die Reich-Chronik überreicht.

40 Jahre Zugehörigkeit zur Reich GmbH in Mellrichstadt: Die Geschäftsführer Nina (2. von rechts) und André Reich (links) sowie Personalleiter Oliver Thiele (2. von links) freuten sich mit (ab 3. von links) Anton Bach, Udo Frei, Kurt Hannemann, Joachim Weiß und Harald Schirber über deren lange Betriebstreue. Die Glückwünsche des Betriebsrats überbrachte Christian Zirk (rechts). Foto: Georg Stock
Die Geschäftsführer André und Nina Reich (links) gratulierten mit Personalleiter Oliver Thiele (2. v. re.) einer Reihe von Mitarbeitern, die 2017 in die Freistellungsphase gingen bzw. seit heuer den Ruhestand genießen. Die Betriebsräte Anton Bach (rechts) und Christian Zirk (4. v. re.) dankten für die gute Zusammenarbeit. Foto: Georg Stock